Katastrophenhilfe
Solidarität mit den Opfern und Hilfe beim Wiederaufbau
Internationale Katastrophenhilfe der Deutsche Bank Stiftung
2010: Erdbeben in Haiti
Das schwere Erdbeben, das am 12. Januar 2010 den Karibikstaat Haiti erschütterte, hat bisher über 200.000 Menschen das Leben gekostet und unzählige Verletzte sowie schwerste Schäden hinterlassen. Kunden und Mitarbeiter der Deutschen Bank sowie die Deutsche Bank Stiftung haben spontan zusammen über 1 Mio. Euro für Hilfsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Der Vorstand der Deutsche Bank Stiftung hat jetzt die ersten Projekte beschlossen, in die rund die Hälfte dieser Mittel fließt. „Wir werden die Spenden der Kunden und Mitarbeiter der Deutschen Bank unmittelbar solchen Hilfsprojekten in Haiti zuführen, die eine nachhaltige Wirkung entfalten“, so Tessen von Heydebreck, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, über die Auswahl der Projekte.
Mobile Orthopädiewerkstatt - Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Die Katastrophenhilfe der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Haiti baut eine mobile Orthopädie-Werkstatt am Krankenhaus „Hopital Cardinal Léger“ in Léogâne auf, die die Versorgung Verletzter mit orthopädischen Hilfsmitteln sicherstellen soll, um schwerwiegende Folgeschäden und Behinderungen zu vermeiden. Nach der Erstversorgung werden die Johanniter vor Ort lokale Orthopädie-Techniker ausbilden, die die langfristige Versorgung verletzter und behinderter Menschen übernehmen.
Neue Häuser für Familien - Habitat for Humanity Deutschland e.V.
Die internationale Organisation Habitat for Humanity Deutschland e.V. errichtet seit 1976 weltweit in etwa 100 Ländern sichere und angemessene Unterkünfte für bedürftige Menschen und organisiert den Wiederaufbau in Katastrophengebieten. Auf Haiti will Habitat for Humanity mindestens 600 zerstörte Häuser wieder aufbauen. Gemeinsam mit haitianischen Mitarbeitern vor Ort werden sogenannte „Core Häuser“ errichtet, die besonders bedürftigen Familien sofortigen Schutz bieten und gleichzeitig Basis für ein dauerhaftes Dach über dem Kopf sind.
SOS-Kinderdorf Santo – SOS-Kinderdorf e.V.
Das SOS-Kinderdorf Santo besteht seit 1984 nahe der Hauptstadt Port-au-Prince und hat das Erdbeben durch seine solide Bauweise wenig beschädigt überstanden. Die Gebäude bieten nicht nur den bereits dort lebenden Kindern Schutz, sondern dienen jetzt auch als Nothilfeunterbringung für zusätzliche 300 vom Erdbeben betroffene Kinder. Außerdem unterstützt das SOS-Kinderdorf Santo weitere 7000 Kinder und Jugendliche in der Umgebung der Einrichtung mit "Emergency Kits“, die aus Lebensmitteln, Wasser, Zelten, Decken und medizinischer Versorgung bestehen - zur Linderung der ersten Not. Um wieder Normalität in das Leben zu bringen, wird ab Mitte März auch der Unterricht in den Schulen der SOS-Kinderdörfer wieder aufgenommen.
2006: Erdbeben auf Java
Unmittelbar nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Java am 27. Mai 2006 lief für die Überlebenden die Soforthilfe an. Bei dem Erdbeben kamen nach offiziellen Angaben mindestens 3.500 Menschen ums Leben, etwa 10.000 wurden verletzt. 200.000 Menschen verloren ihre Häuser. Besonders schwer getroffen wurde – außer der Großstadt Yogyakarta – die Region Bantul.
Die Deutsche Bank Asia Foundation stellte einen Betrag von 50.000 Euro für Erste Hilfe-Maßnahmen zur Verfügung, zusätzlich unterstützte die Deutsche Bank die Hilfsmaßnahmen mit 250.000 Euro. Wie bei der Tsunami-Katastrophe wurden die einzelnen Projekte vom Chief Country Officer Suresh Narang und dem durch ihn eingesetzten CSR-Committee Indonesia ausgesucht und begleitet.
Kinder auf dem Weg zu einer von sechs wieder aufgebauten Schulen in Hambantota, Sri Lanka
2005: Erdbeben in Pakistan
Das Erdbeben, das im Oktober 2005 Pakistan erschütterte, zerstörte mehr als 400.000 Häuser, 3,5 Millionen Menschen wurden obdachlos. Die Zahl der Todesopfer betrug mehr als 80.000, ebenso viele Menschen wurden verletzt. Nach Soforthilfe-Maßnahmen wie der Errichtung von Winter-Zeltlagern widmete die Deutsche Bank Stiftung ihr Engagement verstärkt Bildungsprojekten und Investitionen in langfristig wirksame Infrastrukturen.
Auch in Pakistan arbeitete sie dabei mit lokalen Organisationen zusammen. So wurde landesweit der Aufbau erdbebensicherer Häuser, die den Überlebenden eine dauerhafte Bleibe bieten, forciert. The Citizen Foundation, eine Non Profit-Organisation, die sich seit 1995 für bessere Bildungschancen in Pakistan einsetzt und dazu im ganzen Land TCF-Schulen gründete, hat auch den Aufbau von Häusern betreut. Ein Ziel dabei war es, die Menschen vor Ort in den Wiederaufbau einzubinden und direkt daran zu beteiligen. Die Deutsche Bank Stiftung unterstützte den Aufbau einer TCF-Grundschule sowie den Bau von 24 Häusern.
Insgesamt hat die Deutsche Bank für die Opfer des Erbebens über 1,2 Mio. Euro bereitgestellt. In der Summe enthalten sind 50.000 Euro, die die Deutsche Bank Asia Foundation dem Roten Kreuz zukommen ließ, sowie rund 50.000 Euro, die über die Matched Giving-Programme der Deutschen Bank in den USA und Großbritannien, bei denen die Bank die Spenden der Mitarbeiter in gleicher Höhe aufstockt, bereitgestellt wurden. Jeweils 250.000 Euro spendete die Bank u. a. an den internationalen Bereich des Malteser-Hilfsdienstes und an den Auslandsdienst der Johanniter-Unfallhilfe.
2005: Hurrikan Katrina
Der Hurrikan Katrina richtete im August 2005 in den südöstlichen Teilen der USA verheerende Schäden an. Durch den Sturm und seine Folgen kamen etwa 1.800 Menschen ums Leben. Insbesondere die Stadt New Orleans war stark betroffen: Durch ihre geographische Lage führten zwei Brüche im Deichsystem dazu, dass bis zu 80 Prozent des Stadtgebietes bis zu 7,60 Meter tief unter Wasser standen.
Das North American Equity Department der Deutschen Bank stellte alle Provisionen des 7. September 2005 für die Opfer von Hurrikan Katrina zur Verfügung. Zusammen mit den Spendenannahmen durch die Deutsche Bank Mitarbeiter kamen insgesamt 1 Mio. USD zusammen.
2004: Tsunami in Südostasien
Bereits einen Tag nach dem Seebeben am 26. Dezember 2004 gingen zahlreiche Spenden auf den Konten der Deutschen Bank Stiftung ein. Der Deutsche Bank Konzern hat bei einer Spendengala des ZDF im Rahmen der Aktion „Deutschland hilft“ im Januar 2005 10 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den Spenden von Mitarbeitern und Kunden kamen insgesamt 15,5 Mio. Euro Spendengelder zusammen. Nach einer ersten Phase der Soforthilfe wurden diese Gelder vor allem für langfristige Bildungs- und Wiederaufbauprojekte eingesetzt.2004: Überschwemmung in Bangladesch
Die im Dezember 2003 gegründete Deutsche Bank Asia Foundation leistete bereits 2004 Soforthilfe für die Opfer der Überschwemmung in Bangladesh.2002: Hochwasser in Deutschland, Österreich und Tschechien
Die ehemalige Deutsche Bank Stiftung Alfred Herrhausen Hilfe zur Selbsthilfe stellte den Opfern des Hochwassers im August 2002 an der Elbe und einigen ihrer Nebenflüsse in Deutschland, Österreich und Tschechien Mittel und Sachverstand zur Verfügung: In rund 500 Einzelfällen und mehr als 50mal für Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten wurde bis zum Jahresanfang 2003 sozialkaritative Hilfe geleistet. Dafür sowie für wissenschaftliche und kulturelle Zwecke in den betroffenen Gebieten leistete die Deutsche Bank eine Spende, die noch einmal um Einzelspenden von Kunden und Mitarbeitern ergänzt wurde.11. September 2001
Als Ausdruck der Solidarität mit dem amerikanischen Volk wurden nach dem 11. September 2001 die gesamten, an einem „Charity Trading Day“ (25. September 2001) im Aktienhandel erzielten Erträge gespendet. Anlässlich der Börseneinführung des Finanzinstituts an der New York Stock Exchange am 3. Oktober 2001 leistete die Deutsche Bank eine zusätzliche Spende für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September.1997: Hochwasser in Deutschland, Polen und Tschechien
Die Überschwemmungen an den Flussläufen der Oder und March verursachten im Sommer 1997 schwere Schäden in Deutschland, Polen und Tschechien und forderten zahlreiche Opfer. Insbesondere in Tschechien und Polen waren die Verwüstungen verheerend, unzählige Menschen verloren ihre Häuser und Existenzgrundlage. Mit großer Anteilnahme verfolgten die Bewohner der westlichen Bundesländer die Flutkatastrophe, viele Verbände, Organisationen und auch Einzelpersonen halfen schnell und unbürokratisch den Opfern. Die Deutsche Bank Stiftung konnte, unterstützt von zahlreichen Spendern, rund 2,5 Mio. DM für den Wiederaufbau zur Verfügung stellen. Neben Hilfsprojekten für Familien wurden auch mehrere pädagogische Einrichtungen unterstützt, wie etwa ein Jugendtreff in Frankfurt/Oder, bei dessen Instandsetzung die Jugendlichen selbst mithalfen.
Publikationen
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Projektsuche
Die Projektdatenbank bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über alle Projekte der Deutsche Bank Stiftung. [mehr]
Projektförderung
Die Deutsche Bank Stiftung fördert Projekte aus den Bereichen Bildung, Hilfe zur Selbsthilfe, Musik und Kunst. Informationen zur Förderpraxis der Stiftung finden Sie hier. [mehr]