Deutsche Bank Stiftung

Kunst

Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis

Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis

Der bundesweite Wettbewerb „Jugend interpretiert Kunst“ begeistert Schülerinnen und Schüler für zeitgenössische Kunst

Am 9. Februar 2012 findet die Preisverleihung des Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis im Museum Küppersmühle in Duisburg statt. In der letzten Runde des Wettbewerbs "Jugend interpretiert Kunst" überzeugten drei Schulen aus Aulendorf, Köln und Oberursel die Jury.
Die Jury um Walter Smerling hatte sich auch in der 10. Wettbewerbsrunde ihre Entscheidung nicht leicht gemacht und aus den 20 eingereichten, durchweg interessanten und anregenden Schülerarbeiten mehrheitlich die drei Gewinner ermittelt. Der 1. Preis in Höhe von 5.000,- EUR ging an das Studienkolleg St. Johann Blönried in Aulendorf für die Arbeit „Pangaea“.
Aulendorf 1. Preis, Studienkolleg St. Johann Blönried, Aulendorf, „Pangaea“© MKM / Georg Lukas, Essen

Überzeugt hat die Jury, dass der Siegerbeitrag, inspiriert durch die Ausstellung „Walter Stöhrer – Kraftfelder“ im Museum Küppersmühle, phantasievoll und spannend auf die Entwicklung städtischen Lebens und seiner Strukturen eingeht. Die Gedanken um die Themenkreise „Wirtschaft und Stadtentwicklung“ fließen in einen Pool von provozierender, bildnerischer Gestaltung und machen deutlich, dass auch in Beton gegossene Orte verletzbar sind. Die Arbeit mit dem Titel „Pangaea“ überzeugte die Jury zudem durch ihre Komposition, die aus zwei Bildebenen besteht – einem Vorder- und einem Hintergrund. Spielerisch und verblüffend wird diese mehrschichtige Arbeit zu einem visuellen Geheimnis und ermöglicht somit Ansichten und Einblicke. Auch im Hinblick auf die qualitativ hohe gestalterische Sorgfalt und die Ernsthaftigkeit, mit der die Schülerinnen und Schüler gearbeitet haben, fiel das Urteil der Jury einstimmig aus.

Den 2. Preis in Höhe von 2.000,- EUR erhielt die Max-Ernst-Gesamtschule aus Köln für die Arbeit „KunstKücheKöln“. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die SchülerInnen, inspiriert durch die Kunstwerke im Museum Küppersmühle, die Vielfalt ihrer Beziehungen in dieser Welt gestaltet haben. Ihr Lebensraum, der geprägt ist durch das Miteinander von Kulturen, war ihnen dabei genauso wichtig wie einen Ausdruck für die erlebten Inspirationen in den Räumen des MKM zu finden. Des Weiteren überzeugte die den Holzskulpturen innewohnende Kraft, die deshalb so interessant ist, weil das Holz nicht grundlegend verändert, sondern vielmehr durch minimale Eingriffe der jeweils darzustellenden Situation angepasst wurde.

Köln 2. Preis, Max-Ernst-Gesamtschule, Köln, „KunstKücheKöln“© MKM / Georg Lukas, Essen

Der 3. Preis in Höhe von 1.000,- EUR ging an das Gymnasium Oberursel für die Arbeit „Brotkorb des Ruhrgebietes“. Entscheidend für die Jury war, dass der Wandel des Gebäudes „Küppersmühle“ als ehemaliges Getreidesilo vom Produktionsort zum Museumsort den Ausschlag gab für die SchülerInnen und somit zur Inspirationsquelle ihrer Arbeit wurde. Der „Weg des Brotes“, also der Entstehungsprozess des Lebensmittels und im übertragenen Sinne der Entstehungsprozess der Kunst wurden in dieser Arbeit ebenso ironisch wie phantasievoll gestaltet. Überzeugt hat die Jury weiterhin das bewusste Umgehen mit Materialien und die grafische Klarheit des Beitrags. Die Installation zeichnet sich durch hintergründigen Humor und gleichzeitige Ernsthaftigkeit aus. Außerdem gestalteten die Schülerinnen und Schüler die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie. Aspekte, die unser aller Leben berühren.

Die Jury war dermaßen begeistert vom hohen Niveau aller eingereichten Wettbewerbsbeiträge und dem Gesamterscheinungsbild der Schülerarbeiten als Ausstellung, dass sie spontan entschied, eine weitere Schulklasse mit dem sogenannten „Jurypreis“ zu prämieren. Diesen Sonderpreis in Höhe von 500,- EUR vergab die Jury an die Realschule Broich aus Mülheim an der Ruhr.

Die Deutsche Bank Stiftung richtet den Wettbewerb in Kooperation mit der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn, dem MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg sowie der Stadt Duisburg aus. Ziel ist es, den Jugendlichen einen Weg zur aktiven, kreativen Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst zu weisen. Die Entwicklung eigenständiger Positionen in Bezug auf aktuelle künstlerische Fragestellungen und Ausdrucksformen wird durch das eigene kreative Tun auf besondere Weise gefördert.

Oberursel 3. Preis, Gymnasium Oberursel, Oberursel, „Brotkorb des Ruhrgebietes“© MKM / Georg Lukas, Essen
Bundesweit wurden 20 Klassen ausgelost, die an dem Wettbewerb teilnehmen durften. Die 20 teilnehmenden Schulen besuchten das MKM über das ganze Jahr hinweg und wurden dabei kunstpädagogisch und organisatorisch betreut. Sie setzten sich mit den dort präsentierten Künstlern und ihren Werken auseinander, konnten die Kunstwerke in aller Ruhe betrachten und vergleichen, Fachleute mit Fragen bestürmen und schließlich die eigene Kreativität unter Beweis stellen.
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