„Helges Leben“
„Helges Leben“ am Theater Bielefeld
Am 31. Mai 2009 fand die Uraufführung von „Helges Leben – eine Oper für alle und jeden nach dem schönen Theaterstück von Sibylle Berg“ am Theater Bielefeld statt.
Probenarbeiten zum Festakt in der Oper Frankfurt © Photo: Wolfgang Runkel
Das Libretto „Helges Leben“ der Gegenwarts-Satirikerin Sibylle Berg haben die Komponisten Mark Moebius und Karola Obermüller als Ausgangsstoff für eine abendfüllende Oper genommen, die von zwei Regisseuren inszeniert und von zwei Dirigenten einstudiert und geleitet wurde. Alle sechs Künstler verbindet die Akademie Musiktheater heute, deren Stipendiaten sie von 2006 bis 2008 waren.
„Helges Leben“ ist eine bitterböse Satire mit drei Erzählebenen und vier Lebensstationen des Menschleins Helge: In ferner Zukunft – die Menschheit ist ausgestorben – haben Tapir und Reh Besuch vom Schnapphamster. Um sich einen schönen Abend zu machen, bestellen sie sich bei den Damen Gott und Tod ein „ganz normales kleines Menschenleben“. So wird Helge geboren, bekommt als ständigen Begleiter „Helges Angst“ beigestellt und durchlebt alle Höhen und Tiefen – besonders alle Tiefen – heutigen Daseins. Die Tiere unterbrechen mit Werbepausen oder spulen vor. Die zu Unterhaltungsdienstleistern verkommenen „höheren Wesen“ versuchen, an die gute alte Zeit anzuknüpfen, aber niemand hat mehr Visionen oder gar einen Glauben.
Festakt in der Oper Frankfurt© Photo: Wolfgang Runkel
Das Besondere an der Bielefelder Uraufführung sind die Reibungsflächen divergierender Ästhetiken, die das entscheidende Stilprinzip des Abends bilden. Zusammen mit dem Bühnen- und Kostümbildner Rainer Sellmaier, den Mitgliedern des Sänger- und Schauspielensembles sowie den Bielefelder Philharmonikern inszenierten die Stipendiaten der „Akademie Musiktheater heute“ die Musiktheaterproduktion.
Weitere Informationen
- Presse-Information zur Vorstellung von „Helges Leben – das Labor“ am 27. November 2008 in der Oper Frankfurt [PDF / 39 KB]
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