Ein Sommernachtstraum
Außergewöhnliche Kooperation
Brittens „Sommernachtstraum“ in einer Skihütte: Stipendiaten der Akademie Musiktheater heute übernahmen Regie und Dramaturgie bei „Ein Sommernachtstraum“ in Weimar
Die Jahreszeiten waren durcheinander geraten in Brittens „Sommernachtstraum“. Deshalb ließen die beiden Regisseure Elena Tzavara und Tobias Kratzer sowie Ausstatterin Kathrin Brose die Handlung in einem winterlichen Setting auf einer Almhütte stattfinden, die Durchgangsort und Treffpunkt für alle Personengruppen des Stücks, die Elfen, die Liebespaare und Handwerker war.
Die vom Publikum gefeierte und von allen Beteiligten äußerst professionell und mit großer Spielfreude zur Aufführung gebrachte Premiere am 26. März 2008 war Höhepunkt eines einzigartigen Kooperationsprojektes zwischen der Deutsche Bank Stiftung, dem Musikgymnasium Weimar, der Hochschule Franz Liszt Weimar und dem Deutschen Nationaltheater Weimar.
Konzeptionstreffen (v.l.n.r.): Kathrin Bose, Tobias Kratzer, Lucas Reuter, Elena Tzavara (August 2007)© Photo: Matthias Baus
Die Zusammenarbeit mit dem Weimarer Nationaltheater wurde ergänzt durch die Beteiligung des seit vielen Jahren von der Stiftung geförderten Musikgymnasiums Schloss Belvedere, dessen Orchester und Kinderchor unter der Musikalischen Leitung von Juri Lebedev spielte und sang, sowie durch die Hochschule für Musik „Franz Liszt“, deren Gesangsstudenten mehrere Partien übernahmen.
© Photo: Matthias Baus
© Photo: Matthias Baus
Das Ziel, vor allem dem künstlerischen Nachwuchs eine Plattform zu bieten, ist aufgegangen. Die beiden Regisseure, die Dramaturgen sowie die musikalische Assistenz, allesamt Stipendiaten der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung, arbeiteten intensiv mit Nachwuchskünstlern des Musikgymnasiums, die Orchester und Chor stellten, sowie mit jungen Sängern des Opernstudios.
Eine neue Erfahrung für die Schüler des Musikgymnasiums war die Tatsache, erstmals an einer großen Opernproduktion unter professionellen Bedingungen teilzunehmen. Wichtig, so Regisseurin Elena Tzavara, sei aber auch gewesen, dass die Kinder und Jugendlichen etwas über das Grundprinzip des Theaters kennen gelernt haben: „Sie haben erkannt, dass es im Theater unterschiedliche Formen gibt, eine Geschichte zu erzählen und das Elfen nicht unbedingt immer in Röckchen auftreten müssen.“
© Photo: Matthias Baus
Weiterführende Links
- www.nationaltheater-weimar.de [mehr]