Die Zauberflöte in Wladiwostok
Die Zauberflöte in Wladiwostok
Erstmalige Aufführung von W. A. Mozarts "Zauberflöte" in Wladiwostok und im Fernen Osten Russlands überhaupt
© Maik Reichert
Begleitet vom Orchester der Staatlichen Primorskaya Philharmonie erarbeiteten sich Musiker, Sänger und Künstler aus Wladiwostok das Werk gemeinsam mit einem Moskauer Regisseur und Gästen der Staatsoper Stuttgart.
Das Projekt will den in Wladiwostok lebenden Künstlern im wahrsten Sinne des Wortes eine "Bühne" schaffen, auf der sie auftreten, ihren Beruf ausüben und sich entwickeln können. Vor allem junge Musiker sollen so die Chance bekommen, an einer spannenden Inszenierung mitzuwirken. Das Projekt soll gleichzeitig den kulturellen Austausch zwischen dem Fernen Osten Russlands und Deutschland unterstützen und einen Anlass für interessierte Deutsche und Russen aus anderen Regionen bieten, die Stadt mit ihrer Geschichte und Kultur kennen zu lernen.
Zahlreiche Partner und Beteiligte haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam dieses anspruchsvolle Ziel zu verwirklichen. Es ist der erste Versuch in Wladiwostok, durch Eigeninitiative und durch den Zusammenschluss verschiedener Akteure anspruchsvolles Musiktheater zu ermöglichen. Insoweit ist es auch ein Experiment. Die Zusammenarbeit mit der Staatsoper Stuttgart ist dabei für alle Beteiligte eine große Chance und Motivation.
Initiator dieses Projekts ist der gebürtige Stuttgarter Peter Schwarz. Seine Leidenschaft gehört der Oper- und Russland, wo seine Großmutter einst lebte und das er selbst als Jurastudent und später als Lektor an der Wladiwostoker Universität kennenlernte. Damals wurde ihm klar, welches Potential in diesem Ort steckt. Er gewann die Philharmonie in Wladiwostok, die örtliche Kunstakademie sowie Sänger und erfahrene Theatermacher aus Stuttgart wie den Dramaturgen Sergio Morabito oder die Bühnenbildnerin Anna Viebrock als Schirmherren für "Die Stuttgarter Oper in Wladiwostok", um mit Hilfe von Musik eine Brücke zu schlagen.
Für die beiden Aufführungen konnte der deutsche Dirigent Robin Engelen gewonnen werden. In der Inszenierung des Regisseurs Alexey Veyro traten drei Sänger aus Deutschland und ansonsten ein rein russisches Ensemble der Kunstakademie in Wladiwostok auf.
Mit der Unterstützung dieser Musiktheaterproduktion möchte die Deutsche Bank Stiftung junge Talente fördern und ihnen eine Plattform geben.
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