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Terra maligna 
„Terra maligna“
Bei der Uraufführung von „Terra maligna“ in Heidelberg gab es gleich mehrere Querverbindungen der Akademie zum Engagement der Deutsche Bank Stiftung für das zeitgenössische Musiktheater
Deutschlands jüngster Generalmusikdirektor Cornelius Meister, Alumnus der Akademie Musiktheater heute, hat 2005 die Reihe „Komponist für Heidelberg“ ins Leben gerufen. Als erster Komponist wurde Jörn Arnecke verpflichtet. Das Libretto für sein drittes Heidelberger Auftragswerk, das Stück „Terra maligna“,  hat Hannah Dübgen, ebenfalls ehemalige Stipendiatin der Akademie Musiktheater heute, verfasst.
Cornelius Meister und Jörn Arnecke
© Photo: Jochen Sand
Die Reihe „Komponist für Heidelberg“ wird von der Deutsche Bank Stiftung unterstützt. Sie ermöglicht die intensive Zusammenarbeit eines Komponisten mit dem Philharmonischen Orchester und bietet dem Publikum Einblicke in die zeitgenössische Musik und die Arbeit des Komponierens. Begleitende Gesprächskonzerte laden das Publikum ein, den Entstehungsprozess einer Komposition mitzuverfolgen. Auf diese Weise soll auch die manchmal anzutreffende Scheu vor Neuer Musik abgebaut und die Neugierde und das Interesse der Zuschauer geweckt werden.
Jörn Arnecke hat bereits sechs Musiktheaterwerke zur Uraufführung gebracht, darunter zwei im Auftrag der Hamburgischen Staatsoper, zuletzt „Butterlfy Blues“ nach Henning Mankell. Als „Komponist für Heidelberg" schrieb er das Orchesterwerk „Gezeiten“ und führte im Familienkonzert Auszüge aus seiner Jugendoper „Klingt meine Linde“ nach Motiven von Astrid Lindgren auf. Sein drittes Werk für Heidelberg heißt „Terra maligna".
 
Verfasste das Libretto für „Terra maligna": Hannah Dübgen
Im Umfeld der Heidelberger Philharmonie kreuzen sich die Wege mehrerer Alumni der Akademie: Neben dem Generalmusikdirektor Cornelius Meister ist dort auch Olaf A. Schmitt als Konzertdramaturg des Theaters und des Philharmonischen Orchesters tätig. Mit der Berliner Autorin Hannah Dübgen wurde nun noch eine weitere ehemalige Stipendiatin für Heidelberg aktiv: Sie hat das Libretto für „Terra maligna“ verfasst. Kennen gelernt hat sie Arnecke beim Festakt der Akademie 2004.
Jörn Arnecke erläuterte in einem Gespräch mit Olaf A. Schmitt  die Hintergrund des Stücks: „Terra ist das Land, maligna heißt böse oder auch bösartig. Der Text ist extra für dieses Stück von der Berliner Autorin Hannah Dübgen verfasst worden. Er wirkt zunächst wie eine poetische Landschaftsbeschreibung und kippt dann in die Innensicht eines kranken Körpers. Für mich war es sehr aufregend, diesen ausdrucksstarken, brüchigen Text zum Klingen zu bringen. Die Musik erforscht die Grenzzonen aus Ton und Geräusch, aus Singen und Atmen.“

Die Zusammenarbeit zwischen Arnecke und Dübgen wurde an anderer Stelle fortgesetzt: Für das Scharoun Ensemble, das aus Solisten der Berliner Philharmoniker besteht, haben die beiden ein Auftragswerk geschrieben, das im Mai 2007 unter dem Titel „Äther“ uraufgeführt wurde.

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