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Am 4. Dezember 2007 präsentierten die Deutsche Bank Stiftung und das führende Kunstmagazin Russlands, „ArtChronika“, in Moskau Anatoly Osmolovsky als „Künstler des Jahres“. Er erhiellt den mit 40.000 Euro höchstdotierten Preis für zeitgenössische Kunst in Russland.
Bereits im November hatte die Jury eine Vorauswahl von neun Nominierten vorgestellt. Nun wurden neben Anatoly Osmolovsky drei weitere Preisträger ausgezeichnet: In der Kategorie „Beste junge Künstlerin“ wurde Vladlena Gromova prämiert, „Bestes Medienkunst-Projekt“ ist eine Arbeit von Vladislav Mamyshey-Monroe. Der Publikumspreis ging an den jungen Moskauer Peter Goloschapow.
Russischer „Künstler des Jahres“ 2007: Anatoly Osmolovsky (bei einer Performance auf dem Majakowski-Denkmal, 1993)
© Photo: Courtesy Trilistnik Verlag, Moskau
Der „Künstler des Jahres“ Anatoly Osmolovsky ist für seine Skulpturen ausgezeichnet worden, eine Reihe in Bronze nachgeformter Panzerteile aus der Serie „Goods“, die in diesem Jahr bereits auf der documenta zu sehen waren. Mit ihrer ebenso schlichten wie vielschichtigen Verbindung von skulpturalem Material und politischem Thema konnte diese Arbeit die Jury einhellig überzeugen. Ebenfalls in dieser Kategorie der bereits international etablierten Künstler nominiert war die Gruppe AES+F. Mit der Arbeit „Last Riot“ war sie in diesem Jahr auf der Biennale in Venedig vertreten.
Objekt aus der pämierten Serie „Goods“ von Osmolovski
Die Kategorie „Bester junger Künstler“, in der Vladlena Gromova ausgezeichnet wurde, fokussiert ganz bewusst junge, noch nicht etablierte Künstler am Beginn einer internationalen Karriere. Vladlena Gromova, die sich mit einer sehr humorvollen Videoarbeit zum Thema Portrait durchsetzte, gewinnt einen dreimonatigen Gastaufenthalt in der Villa Romana. Das Künstlerhaus in Florenz, zugleich das älteste kulturelle Engagement der Deutschen Bank, hat sich wie der „Kandinsky Prize“ der Förderung junger Kunst verschrieben und belegt eindrucksvoll die sowohl länder- als auch institutionsübergreifende, internationale Vernetzung der kulturellen Aktivitäten des Unternehmens.
Für das „Beste Medienkunstprojekt des Jahres“ wurde Vladislav Mamyshev-Monroe prämiert. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll diese noch relativ junge Kunstgattung in Russland fördern. Neben den von der Jury gewählten Kategorien wurde ein per Internet abgestimmter Publikumspreis im Wert von 5.000 Euro an Peter Goloschapow vergeben. Der 1982 geborene Künstler überzeugte das Publikum mit skulpturalen und zeichnerischen Reminiszenzen an die russische Jugendkultur.
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Videostill von Vladlena Gromova
Benannt nach dem weltberühmten russischen Maler, soll mit dem „Kandinsky Prize“ das Erbe seines avantgardistischen Denkens auch im 21. Jahrhundert gewürdigt werden. Der mit insgesamt über 55.000 Euro höchstdotierte russische Kunstpreis bietet Einblicke in die wichtigsten Trends und Positionen der nationalen Kunstszene. Weitere Zielsetzung der Gründer des Preises ist es, Partnerschaften mit bedeutenden öffentlichen und privaten Institutionen einzugehen, die an den kulturellen Entwicklungen in Russland interessiert sind. Schon aus diesem Grund ist geplant, die Ausstellung der nominierten Künstler nach der Preisverleihung auch international zu zeigen: Sie werden 2008 auch in Deutschland und den USA zu sehen sein.
„Beste junge Künstlerin“ Russlands: Vladlena Gromova
Die Jury des Preises bestand aus bekannten russischen und internationalen Kunstkritikern und Kuratoren sowie aus Vertretern der Deutschen Bank. „Mit diesem Preis engagieren wir uns für die junge russische Kunstszene“, erklärt Dr. Tessen von Heydebreck, Vorstand der Deutsche Bank Stiftung, „und setzen so unser bald 25jähriges Engagement in Russland fort. Nach Ausstellungen, die wir gefördert haben, und eigenen Präsentationen aus der Sammlung Deutsche Bank freuen wir uns nun, künstlerische Talente des Landes unterstützen zu können.“
Nach dem Polnischen Kunstpreis „Views“, der in diesem Jahr zum dritten Mal in Warschau verliehen wird, ist der „Kandinsky Prize“ die zweite hochkarätige Auszeichnung für Gegenwartskunst, den die Deutsche Bank Stiftung mit initiiert hat und maßgeblich unterstützt. Für das Engagement für „Views“ wurde die Deutsche Bank vom polnischen Ministerium für Kultur und nationales Erbe als „Patron of Culture 2006“ ausgezeichnet.
Polnischer Kunstpreis „Views“
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Villa Romana
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Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis
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Weiterführende Links
www.kandinsky-prize.org
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