|
Olivier Foulon, Kalin Lindena, Benjamin Yavuzsoy und Eske Schlüters sind die Preisträger 2009 des Villa Romana-Preises. Auf ihrer Sitzung im Juli 2008 in Florenz wählten die diesjährigen Juroren – Susanne Titz, Direktorin des Museum Abteiberg in Mönchengladbach, und der in Berlin lebende Künstler Eran Schaerf – diese Künstler aus elf vorgeschlagenen Bewerbungen aus.
Präsentiert sich in neuem Glanz: Das Künstlerhaus Villa Romana
© Photo: Heinz Peter Knes
Ein Jahr nach der umfangreichen Sanierung und feierlichen Wiedereröffnung der Villa im September 2007 kann die Direktorin Angelika Stepken auf ereignisreiche und erfolgreiche Monate zurückblicken. Neben zahlreichen interessanten Ausstellungen und Veranstaltungen im Künstlerhaus selbst markierte die Ausstellung „Freisteller“, mit der die Preisträger 2008 im Deutsche Guggenheim in Berlin präsentiert wurden, einen neuen Höhepunkt und belegte einmal mehr das hohe künstlerische Niveau der Stipendiaten.
Noch bis November 2008 sind die vier diesjährigen Preisträger, Clemens von Wedemeyer, Julia Schmidt, Asli Sungu und Dani Gal in der Villa zu Gast. Im Februar 2009 werden dann Olivier Foulon (Jahrgang 1976), Kalin Lindena (Jahrgang 1977), Benjamin Yavuzsoy (Jahrgang 1970) und Eske Schlüters (Jahrgang 1980) ihren zehnmonatigen Aufenthalt in Florenz beginnen.
© Photo: Heinz Peter Knes
„Von Künstlern für Künstler” war das erklärte Motto der Gründer um den deutschen Maler Max Klinger, der die Villa 1905 erwarb, um ein vom Staat unabhängiges Forum für zeitgenössische Kunst zu schaffen. Die Geschichte des Villa Romana-Preises ist mit vielen bedeutenden Namen verbunden. So waren neben anderen Max Beckmann, Käthe Kollwitz und Ernst Barlach, Georg Baselitz und Markus Lüpertz, Karin Sander, Katharina Grosse, Dellbrügge & de Moll sowie Amelie von Wulffen Preisträger der Villa.
|
|
Größter privater Förderer des Trägervereins ist heute die Deutsche Bank Stiftung, weitere Beiträge stellen die übrigen Mitglieder und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung. Jedes Jahr ermöglicht der Trägerverein der Villa Romana besonders begabten, meist jüngeren Künstlern aus Deutschland, für zehn Monate im Künstlerhaus zu leben und zu arbeiten.
Der Villa Romana-Preis ist nicht nur der älteste deutsche Kunstpreis, sondern auch das am längsten bestehende kulturelle Engagement der Deutschen Bank: Seit mehr als 80 Jahren unterstützt das Unternehmen diese renommierte Auszeichnung für zeitgenössische Kunst in Deutschland und dokumentiert damit eindrücklich die Tradition der Nachwuchsförderung in der Bank. Anknüpfend an diese lange Förder-Tradition unterstützt die Deutsche Bank Stiftung die Aktivitäten des Vereins Villa Romana e.V. bereits seit Jahren nicht nur finanziell, sondern auch personell durch ehrenamtliche Übernahme von Vereins-Mandaten durch Mitarbeiter der Bank.
Angelika Stepken (rechts im Bild) mit Preisträgern und Gästen der Villa
© Photo: Heinz Peter Knes
„Eine vitale Kunstszene braucht zweierlei: nicht nur angemessene Lebens- und Arbeitsbedingungen für Künstler, sondern auch ein Publikum, für das die Auseinandersetzung mit Kunst ein bereichernder und selbstverständlicher Teil des Lebens ist“, erklärt Dr. Tessen von Heydebreck, Vorstand der Deutsche Bank Stiftung. „Dass die Villa Romana sich heute auch mit Ausstellungen als ein internationales und vernetztes Forum für zeitgenössische Kunst in Florenz präsentiert, entspricht dem kulturellen Selbstverständnis der Deutschen Bank.“
Diese Vernetzung wird seit 2007 zusätzlich unterstützt: Der 2007 erstmals von der Deutsche Bank Stiftung vergebene „Kandinsky Prize“, der höchstdotierte Preis für russische Gegenwartskunst, ist in der Kategorie „Bester junger Künstler“ mit einem dreimonatigen Gastaufenthalt in der Villa Romana verbunden. Die erste Preisträgerin war Vladlena Gromova.
Weitere Informationen
Ausstellung „Freisteller“ im Deutsche Guggenheim Berlin
[mehr]
Kandinsky Prize
[mehr]
Jubiläumsausstellung Villa Romana in Weimar
[mehr]
Weitere Kunstprojekte
[mehr]
Weiterführende Links
www.villaromana.org
[mehr]
www.db-artmag.de
[mehr]
|
|
|