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„Helges Leben“ 
„Helges Leben – das Labor“ an der Oper Frankfurt
Am 27. November 2008 stellen die scheidenden Stipendiaten ihr künstlerisches Abschlussprojekt nach dem Theaterstück von Sibylle Berg in der Oper Frankfurt vor.
Anlässlich des Festakts am 27. November 2008, mit dem die neuen Stipendiaten der Akademie Musiktheater heute begrüßt werden, präsentieren die Stipendiaten 2006-2008 in der Oper Frankfurt einen ersten Einblick in ihr künstlerisches Abschlussprojekt  „Helges Leben“.
Schlussapplaus beim Festakt 2007
© Photo: Katrin Schander
Traditionell wird der jährliche Festakt von den scheidenden Stipendiaten gestaltet. In diesem Jahr hat ihr künstlerisches Abschlussprojekt einen besonderen Rahmen: Erstmalig hat die Deutsche Bank Stiftung in Kooperation mit dem Theater Bielefeld an ihre beiden Stipendiaten der Sparte Komposition, Karola Obermüller und Mark Moebius, einen Kompositionsauftrag für eine Oper vergeben. Am 31. Mai 2009 wird die Oper „Helges Leben – eine Oper für alle und jeden nach dem schönen Theaterstück von Sibylle Berg“ am Theater Bielefeld im Stadttheater uraufgeführt. Gefördert wird dieses Projekt auch durch den Fonds Neues Musiktheater der NRW Kulturstiftung.
Die Idee zu der Vertonung des erfolgreichen Theaterstückes der Autorin Sibylle Berg entstand während des jährlichen Arbeitstreffens des Jahrgangs. „Helges Leben“ ist eine bitterböse Satire mit drei Erzählebenen und vier Lebensstationen des Menschleins Helge: In ferner Zukunft - die Menschheit ist ausgestorben, Tapir und Reh haben Besuch vom Schnapphamster. Um sich einen schönen Abend zu machen, bestellen sie sich bei den Damen Gott und Tod ein „ganz normales kleines Menschenleben“. So wird Helge geboren, bekommt als ständigen Begleiter „Helges Angst“ beigesellt und durchlebt alle Höhen und Tiefen – besonders alle Tiefen – heutigen Daseins. Die Tiere unterbrechen mit Werbepausen oder spulen vor. Die zu Unterhaltungsdienstleistern verkommenen „höheren Wesen“ versuchen, an die gute alte Zeit anzuknüpfen, aber niemand hat mehr Visionen oder gar einen Glauben.
 
Dieses Theaterstück bietet die ideale Plattform für ein Gemeinschaftsprojekt mit drei Regisseuren und zwei Komponisten. Die jeweilige individuelle Arbeitsweise und der ästhetische Stil des Einzelnen können in dieser heterogenen Vorlage kreativ umgesetzt werden. Dramaturgen und Komponisten schrieben im Austausch mit den Regisseuren das Libretto, die Kulturmanager übernehmen die Produktionsleitung. Komponisten und Dirigenten entwickeln eine musikalische Erzählweise. Mit dem Theater Bielefeld wurde ein Haus gefunden, welches sich für ungewöhnliche Arbeitsweisen im Musiktheater und Projekte junger Künstler engagiert und auf dessen Spielplan regelmäßig Aufführungen moderner Opern stehen.
Am 27. November 2008 gibt es beim Festakt der Akademie einen ersten Vorgeschmack: Vor der feierlichen Aufnahme der neuen Stipendiaten geben die Künstler mit „Helges Leben – das Labor“ an der Oper Frankfurt einen Einblick in ihre Arbeitsweise und die Kernthemen der Oper, sowohl in dokumentarischer Form als auch in szenischen Darbietungen. Der Abend ist eine Werkstatt, ein „Making of“ zu der Oper „Helges Leben“. Mit Klavierbegleitung werden Sänger und Sängerinnen des Theaters Bielefeld die ersten Kompositionen vorführen, die Regisseure geben mit den ausgewählten Szenen einen Einblick in die drei Erzählebenen des Stückes.
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