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Jury 2008
Beratung bei der Auswahl der Stipendiaten: Die Juroren
Die Jury setzt sich aus Kuratoriumsmitgliedern und Gastjuroren zusammen, die in jährlich wechselnder Zusammensetzung die Bewerber auswählen.
Nobert Abels
Sparte: Dramaturgie
Publizist, Literaturdozent und Dramaturg in Frankfurt am Main. Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie, Musikwissenschaft und Judaistik. 1996-1997 Leitender Dramaturg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Parallel ab 1987 als Produktionsdramaturg für Oper und Schauspiel in Frankfurt tätig sowie u. a. in Wien, London, Brüssel, Paris, New York, Tel Aviv, Hamburg und Bayreuth. Zahlreiche literatur-, theater- und operngeschichtliche Veröffentlichungen. Seit 1980 Lehraufträge und Dozenturen für Literatur-, Kultur- und Theatergeschichte sowie Musikdramaturgie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst der Johann Wolfgang Goethe Universität und den Schulen des Deutschen Buchhandels in Frankfurt. Seit 1997/98 Chefdramaturg an der Oper Frankfurt.
Klaus Grünberg
Sparte: Bühnenbild
Bühnenbildner und Lichtdesigner. Zusammenarbeit mit den Regisseuren Tatjana Gürbaca, Barrie Kosky, Heiner Goebbels, Sebastian Baumgarten, Antoine Gindt und Christof Nel, z. B. an der Komischen Oper Berlin, dem Aalto Theater Essen und dem Théâtre Vidy, Lausanne. Letzte Arbeiten: „Rigoletto“ und „Le Grand Macabre“ (Tatjana Gürbaca), „Tristan und Isolde“, „Iphigenie auf Tauris“ und „Kiss me, Kate“ (Barrie Kosky), „eraritjaritjaka“ und „Stifters Dinge“ (Heiner Goebbels).
Stephan Märki
Sparte: Intendanz
Intendant, Regisseur und Schauspieler. Vor 1985 Tätigkeiten als Fotograf und Werbeleiter sowie Schauspielengagements bei Theater, Film und Fernsehen. Danach Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Teamtheaters München. Von 1993 bis 1997 Intendant des Hans-Otto-Theaters Potsdam. 1999 Gastprofessor am Max-Reinhardt-Seminar Wien. Seit 2000 Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Hier führte er Regie bei den „Comedian Harmonists“ von Gottfried Greiffenhagen (2000), „Lulu“ von Frank Wedekind (2001) sowie „Werther“. „Sprache der Liebe“ (2003) von Kristo Sagor nach Goethe auf der Rütli-Wiese in der Schweiz. In der Spielzeit 2007/2008 kam mit Giacomo Puccinis „Tosca“ seine erste Musiktheaterinszenierung auf die Bühne des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Hier inszenierte er 2004 auch Schillers „Wilhelm Tell“ anlässlich des 200. Jahrestages der Uraufführung.
Cornelius Meister
Sparte: Dirigieren
Seit der Spielzeit 2005/2006 Generalmusikdirektor der Stadt Heidelberg. Unter seiner Leitung erhielt das Philharmonische Orchester Heidelberg den Preis für das beste deutsche Konzertprogramm 2006/07 und den Junge-Ohren-Preis 2008. Klavier- und Dirigierstudium in Hannover bei Konrad Meister, Martin Brauß und Eiji Oue sowie in Salzburg bei Dennis Russell Davies und Karl Kamper. 2001 Assistent des GMD am Theater Erfurt. 2002 Debüt an der Hamburgischen Staatsoper. 2003 Debüt an der Staatsoper Hannover, der er bis zum Jahre 2005 als Kapellmeister verbunden blieb. 2004 Assistent von Pierre Boulez bei den Bayreuther Festspielen. 2008/09 weltweit Konzerte und Opernvorstellungen. Alumnus der Akademie Musiktheater heute der Deutsche Bank Stiftung, der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben und des Dirigentenforum des Deutschen Musikrats.
Joachim Schlömer
Sparte: Regie
Tänzer, Choreograph, Opern- und Schauspielregisseur. Es entstanden Arbeiten wie „Orfeo ed Euridice“ (Einladung zum Theatertreffen 2000), „La guerra d'amore“ am Theater Basel, „Das Rheingold“, „Les contes d’Hoffmann“, „L’Orfeo“ an der Staatsoper Stuttgart und „Die Nervenwaage“ für das Burgtheater Wien. Seit 2001 Tätigkeit als freischaffender Regisseur. Inszenierungen für die Salzburger Festspiele, für das Burgtheater Wien sowie weitere Opern- und Neue Musik-Theaterprojekte an der Staatsoper Stuttgart, dem Theater Basel, der Staatsoper Hannover, dem Nationaltheater Mannheim, dem Steirischen Herbst und den Wiener Festwochen. Zu seinen jüngeren Arbeiten gehört die Trilogie „Irrfahrten“ bei den Salzburger Festspielen (2006) und eine Arbeit zu Politik und Mythologie in Indien und Berlin (2007). Im Sommer 2008 „Artiste étoile“ des Lucerne Festivals, dort Präsentation der Arbeiten „Die Entführung aus dem Serail“ und der Cello-Suiten von Bach. Erhielt den deutschen Kritikerpreis und den Otto-Kasten-Preis der Intendanten für sein choreografisches Werk.
Manfred Trojahn
Sparte: Komposition
Kompositionen für Orchester, Chor und Musiktheater sowie Lieder und Kammermusik. 2001 Berufung zum Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München. 1993 Berufung zum Mitglied der „Freien Akademie der Künste“ in Hamburg. Seit 1991 Professor für Komposition an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Für sein Schaffen erhielt er mehrfach Stipendien und Preise. Seine Werke werden von bedeutenden Orchestern und Dirigenten sowie renommierten Solisten aufgeführt. Seit Anfang der 90er Jahre hat das Musiktheater einen großen Stellenwert in Trojahns Œuvre: Seine Opern „Enrico“ (UA Schwetzingen, 1991), „Was ihr wollt“ (München 1998), „Limonen aus Sizilien“ (Köln 2003) wurden an mehreren Theatern in Deutschland und Österreich neu inszeniert, 2002 komponierte er zu Mozarts „La clemenza di Tito“ die Rezitativtexte neu (Amsterdam 2002), 2008 wurde an der Semperoper Dresden „La Grande Magia“ nach Eduardo de Filippo uraufgeführt.
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